Dienstag, 5. November 2013

Jobcenter....

Hier mal ein "kleiner" Text den ich dem Jobcenter nach ebenso "kleinen" Problemchen schrieb:

Hallo.

Daten:
Jens Heming
******
45127 Essen
Kunden-Nr. BA: **********
Kontostand: 0.00000 Euro!

Sehr geehrte Sachbearbeiter oder auch Sachbearbeiterin des Jobcenters.
Ich schildere nun den bisherigen Hergang haarklein damit auch sicher nichts verloren geht.
Ich bezog ab 1. April diesen Jahres Alg 2 von Ihnen.
Vom 5. - 27 September arbeitete ich bei der Dachdeckerfirma Seibel GmbH und zwar auf Grundlage eines MÜNDLICHEN Arbeitsvertrages.
Leider war es eben nur diese kurze Zeit obwohl mir eigentlich ein längeres Arbeitsverhältnis zugesichert wurde. (nach wie vor mündlich. alles war mündlich. Von ganz vorne bis ganz hinten)
Das mündliche betone ich aus gutem Grund so gründlich da ich nach Ende dieses Arbeitsverhältnisses wieder bei Ihnen vorstellig wurde, 2 Stunden wartete obwohl ich seit 7.45 vor Ihrer Residenz kauerte und als ich dann schlußendlich einen Ihrer Mitarbeiter persönlich sprechen durfte, teilte ich der (ausnahmweise nicht ironisch gemeint) netten Dame meine Situation mit.
Sie fragte mich auch nach einem Arbeitsvertrag und auf meine Angabe das es ein mündlicher Arbeitsvertrag gewesen sei, erklärte se mir, das sie dann neben dem Weiterbewilligungsantrag mindestens aber auch die Kontoauszüge benötigt.
Also schnürrte ich ein Paket in Form eines großen Briefumschlags mit Weiterbewilligungsantrag und Kontoauszügen den ich persönlich in Ihren Briefkasten schmiss.

Heute fand ich dann den Brief von Ihnen im dafür vorgesehenen Kasten und muss zugeben das ich mich kurz als Opfer von "Verstehen sie Spaß" wägte als ich diesen öffnete.
Also... jetzt im ernst?
Sie fordern mich mit diesem Brief auf, meinen Arbeitsvertrag und Verdienstnachweise einzureichen.
Hallooo? Jemand Zuhause?
Zu diesen beiden Dingen: Mündlich (nur mal zur Sicherheit: Mündlich Müüündlicher Vertrag! MÜÜÜNDLICH!!!)
und: Großer Umschlag mit Weiterbewilligungsantrag inklusive Kontoauszügen des besagten Monats in dem ich gearbeitet hab.

Ich möchte gerne kurz ein Statement abgeben:
Ich habe in der Tat 0 Euro auf dem Konto, kann von seeehr großem Glück sagen das ich mir das Geld für die Miete gerade eben noch herbei leihen konnte aber was denken sie, wie es diesen Monat weiter geht? Ich hab ein Glas mit Schimmel aufgesetzt aber davon kann ich vermutlich nur ein bis zwei Tage leben.
Brennesseln und Knollen wachsen um diese Jahreszeit auch nicht gut.

Nein jetzt mal im Ernst: Glauben sie denn wirklich das Menschen aus Jux zu Ihnen kommen weil sie das Geld ganz gut gebrauchen könnten?
Wenn ja wäre das traurig.
Ich kann Ihnen jedenfalls garantieren dass ich ohne das Geld für diesen EINEN Monat (zur Erinnerung: Oktober denn seit 1. November hab ich ja Arbeit) auf gut Deutsch verkackt hab.
Und ich bin mir sehr sicher dass es Menschen gibt, die noch sehr viel mehr darauf angewiesen sind also möcht ich Sie inständig bitten, ab und an mal Fünfe gerade sein zu lassen denn das ist weder lustig noch einfach nur eine "Akte".

Ich hoffe sie nehmen mir diese Mail nicht übel.
Nur habe ich es leider oft genug erlebt das eben genau so damit gehandhabt wurde.

Und wie gesagt: In meinem Fall geht es nur um einen einzigen Monat. Im September habe ich bei Seibel gearbeitet, seit 1. November arbeite ich bei Kamps.
Also bitte... geben sie mir einfach das Geld für Oktober um zu überleben.

Grüße

Jens Heming

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